Erstausstattung
Was braucht man wirklich am Anfang
Bevor das Tier einzieht, braucht es eine Grundausstattung. Nicht alles was im Zoohandel steht ist wirklich notwendig. Hier findest du Empfehlungen was für den Anfang sinnvoll ist.

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Erstausstattung Hund
Der Welpe
Was man wirklich braucht bevor er einzieht
Ein Welpe kommt ins Haus. Die Vorfreude ist riesig und der Impuls sofort alles zu kaufen was im Zoohandel glänzt ist verständlich. Aber nicht alles was zur Erstausstattung Hund angeboten wird ist wirklich notwendig und nicht alles was notwendig ist landet automatisch im Einkaufswagen.
Bevor du einkaufst noch ein wichtiger Gedanke
Viele Menschen kaufen die Erstausstattung für einen Welpen nach Gefühl. Das Ergebnis: Ein Korb der nie benutzt wird, ein Geschirr das nicht passt und Spielzeug das nach drei Tagen in der Ecke liegt.
Ein Welpe braucht keine perfekte Ausstattung. Er braucht eine sichere, ruhige Umgebung, verlässliche Menschen und die richtigen Grundlagen. Alles andere kommt mit der Zeit, versprochen.
Das absolute Basispaket, ohne das geht es nicht
Der Schlafplatz
Der Schlafplatz ist eines der wichtigsten Dinge die du vor dem Einzug bereitstellen solltest. Ein Welpe der ankommt braucht sofort einen Ort der sich nach Sicherheit anfühlt.
Ein Hundekorb oder ein weiches Hundebett sind die klassische Wahl. Achte auf eine waschbare Einlage denn Unfälle passieren und das ist völlig normal. Stelle den Korb an einem ruhigen Ort auf, nicht mitten im Trubel aber auch nicht vollständig abgeschottet, damit der Welpe das Familiengeschehen beobachten kann.
Worauf du noch achten solltestbei der Erstausstattung Hund: Kaufe nicht den kleinsten Korb weil der Welpe jetzt noch klein ist. Er wächst schnell. Entweder du kaufst direkt die Größe für den ausgewachsenen Hund oder du planst einen Wechsel nach wenigen Monaten ein.


Futter und Näpfe
Zwei separate Näpfe, einer für Futter und einer für Wasser. Klingt simpel ist aber wichtig.
Beim Material lohnt es sich in Edelstahl zu investieren. Edelstahl ist hygienischer als Plastik, lässt sich besser reinigen und gibt keine Schadstoffe ab. Viele Welpen kauen außerdem auf Plastikgefäßen herum was sowohl für die Näpfe als auch für den Hund nicht gut ist.
Wichtig: Frag beim Züchter oder der Pflegestelle nach womit der Welpe bisher gefüttert wurde. Wechsle das Futter in den ersten Wochen nicht. Ein Futterwechsel in Kombination mit dem Stress des Umzugs kann zu Verdauungsproblemen führen. Bleib erstmal bei dem was der Welpe kennt und wechsle wenn überhaupt sehr langsam.
Leine und Halsband oder Geschirr
Für den Anfang sollte ein Geschirr mit einer normalen Leine ausreichen. Viele Hundehalter schwören auf das Geschirr, besonders bei kleineren Hunden oder Welpen die noch ziehen. Das Geschirr verteilt den Druck besser und schützt die Wirbelsäule. Ein Sicherheitsgeschirr empfiehlt sich besonders für den Anfang wo der Hund noch unsicher ist und sich vielleicht öfter vor ungewohnten Geräuschen erschreckt. Ein Halsband birgt die Gefahr das der Hund sich daraus befreit und ganz schnell auf abwege kommt, das passiert schneller als die meisten denken und das wollen wir um jeden Preis verhindern.
Was du strickt vermeiden solltest: Stachelhalsband, Würgehalsband oder sogenannte Ruckleinen, es ist mir bis heute ein Rätsel wie man das einem Hund antun kann. Diese haben in der modernen Hundeerziehung nichts verloren und können dem Welpen körperlich und psychisch massiv schaden.
Kaufe für den Anfang nicht das teuerste Modell. Welpen wachsen schnell, du wirst die Größe bald anpassen müssen.
Transportmöglichkeit
Für den ersten Transport nach Hause, Tierarztbesuche und Autofahrten empfiehlt sich eine sichere Transportmöglichkeit. Eine Transportbox ist eine sichere Variante im Auto. Alternativ gibt es Sicherheitsgurte für Hunde die am normalen Sicherheitsgurt befestigt werden.
Wichtig: Im Auto ungesichert ist nicht nur sehr gefährlich für den Hund sondern auch rechtlich problematisch.
Pflegezubehör
Selbst wenn dein Welpe kurzes Fell hat braucht er von Anfang an die Gewöhnung ans Gebürstet werden, an das Anfassen der Pfoten und an das Kontrollieren der Ohren. Was früh zur Routine wird, ist später kein Kampf wenn es zum Tierarzt geht oder man selbst was schauen muss.
Das Minimum: Eine weiche Bürste, eine Zeckenzange und ein Hundeshampoo das für Welpen geeignet ist. Normale Shampoos können die empfindliche Haut eines Welpen reizen und sollten nicht benutzt werden.
Was warten kann
Nicht alles muss vor dem ersten Tag da sein. Folgendes kannst du in Ruhe in den ersten Wochen kaufen wenn du besser weißt was dein Hund wirklich mag:
Spielzeug. Kaufe nicht zu viel auf einmal. Viele Welpen mögen Zerrspielzeug und Kauspielzeug aber Vorlieben sind sehr individuell. Fang mit zwei bis drei Teilen an und schau was angenommen wird.
Intelligenzspielzeug. Futterbälle, Schnüffelmatten und ähnliches sind wunderbar für die Beschäftigung aber ein sehr junger Welpe ist oft noch zu unkoordiniert dafür. Ab etwa drei bis vier Monaten macht es mehr Sinn.
Hundebekleidung. Ob dein Hund eine Jacke braucht hängt von Rasse und Fell ab. Beobachte im ersten Winter ob er wirklich friert bevor du investierst.
Leckerli-Tasche. Sinnvoll fürs Training aber warte bis du weißt welche Leckerlis dein Hund besonders mag.
Das nice to have – was das Leben deutlich leichter macht
Orthopädisches Hundebett
Besonders für mittelgroße und große Hunde lohnt sich früh in ein gutes Bett zu investieren. In der Welpenphase entwickeln sich die Gelenke noch und ein weicher stützender Untergrund schützt sie in dieser sensiblen Zeit. Ein gutes orthopädisches Hundebett ist eine Anschaffung die viele Jahre hält und dem Hund langfristig zugutekommt.
Schleppleine
Für das Rückruftraining im Freien unverzichtbar. Eine Schleppleine von fünf bis zehn Metern gibt dem Welpen Freiheit zum Erkunden während du gleichzeitig die Kontrolle behältst. Das ist eine der sinnvollsten Anschaffungen für die ersten Monate.
Autoschutzmatte
Wenn dein Hund regelmäßig mitfährt schützt eine Autoschutzmatte sowohl die Rückbank als auch den Hund davor zu rutschen. Viele Modelle haben seitliche Befestigungen die an den Kopfstützen eingehängt werden und so die Matte stabil halten.
Wichtig: Eine Matte alleine ist keine Sicherung. Dein Hund sollte im Auto immer zusätzlich gesichert sein. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
- Hundegurt der in den normalen Fahrzeuggurt eingeklickt wird. Einfach, günstig und für die meisten Hunde gut geeignet
- Transportbox die auf der Rückbank fest verzurrt wird, die sicherste Variante besonders für kleinere Hunde und Welpen
Eine ungesicherte Matte mit einem ungesicherten Hund darauf ist im Falle einer Vollbremsung weder für den Hund noch für die Insassen sicher. Die Kombination aus Matte und Gurt oder Matte und Box ist die beste Lösung.
Futterbeutel für unterwegs
Praktisch beim Training auf Spaziergängen. Kleine Leckerlis schnell zugänglich zu haben macht einen großen Unterschied beim Erlernen von Grundkommandos.
Hundetreppe oder Rampe
Für kleine Rassen oder wenn der Hund aufs Sofa oder ins Auto darf. Das Springen von erhöhten Flächen ist nicht gut für die Gelenke des Welpen.
Worauf du generell achten solltest
Kaufe nicht alles auf einmal. Ein Welpe ist ein Individuum mit eigenen Vorlieben. Was bei dem einen Hund funktioniert landet beim anderen unbenutzt in der Ecke.
Investiere lieber in wenige gute Dinge als in viele günstige. Gerade bei Bett, Napf und Leine zahlt sich Qualität aus weil sie länger halten und sicherer sind.
Hol dir Empfehlungen von Menschen die bereits Erfahrung mit deiner Rasse haben. Rassetypische Unterschiede sind real und machen bei der Auswahl von Zubehör einen Unterschied.
Eine kurze Zusammenfassung
Bevor dein Welpe einzieht sollte folgendes bereitstehen:
| Schlafplatz -> Hundebett oder Hundekorb |
| Futter und Wassernapf aus Edelstahl |
| Startfutter (das gleiche was er bisher bekommen hat) |
| Leine und Geschirr in der richtigen Größe |
| Transportmöglichkeit fürs Auto (Sicherung) |
| Weiche Bürste und Zeckenzange |
Ein Welpe braucht keine perfekte Ausstattung. Er braucht dich, deine Zeit, deine Geduld und eine sichere Umgebung in der er ankommen kann. Das Zubehör ist das Drumherum. Die Bindung ist das Wichtigste.
Erstausstattung Hund
Der erwachsene Hund
Du hast dich für einen Hund entschieden der kein Welpe mehr ist. Vielleicht ist er ein Jahr alt oder vielleicht fünf. Vielleicht kommt er aus einer Pflegestelle, wurde privat abgegeben oder hat einfach auf den richtigen Menschen gewartet. Was auch immer seine Geschichte ist, er bringt eine eigene Persönlichkeit mit. Eigene Vorlieben, eigene Gewohnheiten, seine eigene Art die Welt zu sehen. Das macht ihn nicht schwieriger, es macht ihn interessanter.
Ein erwachsener Hund ist kein schwieriger Hund
Das ist das erste Missverständnis das wir aus dem Weg räumen sollten. Viele Menschen glauben dass ein erwachsener Hund schwerer zu integrieren ist als ein Welpe. Das stimmt so nicht. Ein erwachsener Hund schläft durch, er kennt seine Grundbedürfnisse, er ist oft bereits stubenrein und er hat einen ausgeglicheneren Charakter als ein Welpe der noch in allem eine Herausforderung sieht.
Was jeder Hund braucht ist Zeit. Zeit um anzukommen, Zeit um dich kennenzulernen und Zeit um zu verstehen dass das hier sein neues Zuhause ist. Wie viel Zeit er braucht hängt von seiner Geschichte ab, von seiner Persönlichkeit und davon wie du diese Phase begleitest.
Das absolute Basispaket
Der Schlafplatz
Ein Hundekorb oder ein weiches Hundebett ist die erste und wichtigste Anschaffung. Dein Hund braucht sofort nach dem Einzug einen Ort der ihm gehört. Einen Ort an dem er ungestört ist, sich zurückziehen kann wenn alles zu viel wird und den er als seinen sicheren Hafen kennenlernt.
Stelle den Korb an einem ruhigen Ort auf, nicht mitten im Wohnzimmer und nicht neben der Haustür. Irgendwo wo er die Umgebung beobachten kann ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen. Dieser Ort sollte für alle Familienmitglieder tabu sein wenn der Hund dort liegt. Kein Anfassen, kein Stören, kein Herauslocken.
Worauf du beim Kauf achten solltest: Kaufe die richtige Größe für den ausgewachsenen Hund und wähle eine waschbare Einlage. Gerade in den ersten Wochen kann es passieren dass der Hund unter Stress mehr Haare verliert oder sich nicht sofort an neue Routinen gewöhnt.
Futter und Näpfe
Zwei Edelstahlnäpfe, einer für Futter und einer für Wasser. Edelstahl ist hygienischer als Plastik, langlebiger und lässt sich besser reinigen.
Beim Futter gilt: Frag nach womit der Hund bisher gefüttert wurde und bleib in den ersten Wochen dabei. Ein Futterwechsel in Kombination mit dem Stress des Umzugs führt fast immer zu Verdauungsproblemen. Wenn du das Futter wechseln möchtest, tue das langsam über ein bis zwei Wochen indem du das neue Futter schrittweise untermischst.
Manche Hunde haben gelernt ihr Futter sehr schnell zu schlingen. Wenn das bei deinem Hund so ist gibt es spezielle Näpfe mit Einsätzen die das Fressen verlangsamen. Das ist keine Spinnerei sondern kann langfristig ernsthaften Erkrankungen wie einer Magendrehung vorbeugen.
Leine und Geschirr
Für einen erwachsenen Hund empfehle ich ein Geschirr statt eines Halsbandes, besonders in den ersten Wochen. Ein Hund der in einer neuen Umgebung unsicher ist kann stark ziehen. Das Geschirr verteilt den Druck besser und schützt die Wirbelsäule.
Zusätzlich lohnt sich ein einfaches Halsband mit einer gut lesbaren Erkennungsmarke und deiner Telefonnummer. Ein Hund der eine neue Umgebung noch nicht kennt und erschrickt kann schnell weglaufen. Eine Erkennungsmarke ist günstig, einfach und im Ernstfall unersetzlich.
Prüfe außerdem ob dein Hund bereits gechipt ist und ob die Daten aktuell sind. Lass das beim ersten Tierarztbesuch kontrollieren und trage dich als neuen Halter ein.
Transportmöglichkeit
Für Tierarztbesuche und Autofahrten brauchst du eine sichere Transportmöglichkeit. Eine Hundebox im Kofferraum ist die sicherste Variante. Alternativ gibt es Hundegurte die in den normalen Fahrzeuggurt eingeklickt werden.
Plane für die erste Fahrt ausreichend Zeit ein und nimm wenn möglich jemanden mit. Du weißt vorher nicht wie dein Hund auf Autofahrten reagiert. Manche sind völlig entspannt, andere aufgeregt oder ihnen wird übel.
Pflegezubehör
Das Minimum: Eine Bürste die zum Fell deines Hundes passt, eine Zeckenzange und ein mildes Hundeshampoo. Lass dich beim Kauf der Bürste beraten denn kurzes und langes Fell brauchen unterschiedliche Bürsten.
Manche erwachsenen Hunde sind das Bürsten nicht gewohnt oder haben schlechte Erfahrungen damit gemacht. Fang mit kurzen ruhigen Einheiten an, mit viel Lob und Leckerlis und steigere die Dauer langsam. Bleibt geduldig um das Vertrauen aufzubauen.
Was warten kann
Spielzeug. Kaufe zwei bis drei Teile zum Anfang und beobachte was dein Hund mag. Manche Hunde spielen begeistert, andere interessieren sich kaum für Spielzeug. Vorlieben sind sehr individuell und du lernst sie erst kennen wenn dein Hund sich wirklich eingelebt hat.
Hundeschule. Warte mit einem Kurs oder einer Gruppe bis dein Hund sich sicher fühlt. Ein Hund der noch unter Stress steht kann in einer Gruppe mit fremden Hunden und Menschen nicht lernen. Plane zwei bis drei Monate ein bevor du anfängst.
Intelligenzspielzeug. Futterbälle und Schnüffelmatten sind wunderbar für die mentale Auslastung aber erst wenn der Hund entspannt ist. In den ersten Wochen ist der neue Alltag selbst schon genug Stimulation.
Das nice to have
Orthopädisches Hundebett
Besonders für größere Hunde oder solche die bereits etwas älter sind lohnt sich ein gutes orthopädisches Bett. In der Welpenphase entwickeln sich die Gelenke noch und auch beim erwachsenen Hund macht ein weicher stützender Untergrund langfristig einen Unterschied. Ein gutes orthopädisches Bett ist eine Anschaffung die Jahre hält.
Schleppleine
Für das Rückruftraining im Freien unverzichtbar. Eine Schleppleine von fünf bis zehn Metern gibt deinem Hund Freiheit zum Erkunden während du die Kontrolle behältst. Lass deinen Hund in den ersten Wochen draußen grundsätzlich nur angeleint. Auch wenn er als „zuverlässig ohne Leine“ gilt, in einer neuen Umgebung gelten andere Regeln.
Autoschutzmatte
Wenn dein Hund regelmäßig mitfährt schützt eine Autoschutzmatte bestens vor Haaren und Verschmutzung. Viele Modelle haben seitliche Befestigungen die an den Kopfstützen eingehängt werden und so die Matte stabil halten.
Wichtig: Eine Matte alleine ist keine Sicherung. Dein Hund sollte im Auto immer zusätzlich gesichert sein. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
- Hundegurt der in den normalen Fahrzeuggurt eingeklickt wird das ist einfach, günstig und für die meisten Hunde gut geeignet
- Transportbox die im Kofferraum oder auf der Rückbank fest verzurrt wird das ist die sicherste Variante besonders für unruhige oder ängstliche Hunde
Die Kombination aus Matte und Gurt oder Matte und Box ist die beste Lösung.
GPS-Tracker
Besonders in den ersten Monaten eine sinnvolle Überlegung. Ein GPS-Tracker am Halsband zeigt dir in Echtzeit wo dein Hund ist falls er doch einmal ausbricht. Das gibt Sicherheit und spart im Ernstfall wertvolle Zeit. Man sollte sich allerdings nicht darauf ausruhen, höchste Priorität hat der Schutz deines neuen Schützlings.
Futterbeutel für unterwegs
Praktisch beim Training auf Spaziergängen. Kleine Leckerlis schnell zugänglich zu haben macht einen großen Unterschied beim Erlernen von Kommandos und beim Aufbau einer positiven Verbindung zwischen dir und deinem Hund.
Checkliste vor dem Einzug
- Hundekorb oder Hundebett in der richtigen Größe mit waschbarer Einlage
- Edelstahlnäpfe für Futter und Wasser
- Startfutter wie bisher gewohnt
- Geschirr und Leine in der richtigen Größe
- Halsband mit Erkennungsmarke und Telefonnummer
- Chip-Status beim ersten Tierarztbesuch prüfen lassen
- Registriere deinen Hund so schnell wie möglich bei Tasso oder Findefix
- Transportmöglichkeit fürs Auto
- Bürste passend zum Fell und Zeckenzange
- Zwei bis drei Spielzeuge zum Ausprobieren
- Erste Leckerlis fürs Training
Ein erwachsener Hund ist kein Kompromiss. Er ist eine Entscheidung für ein Tier das bereits weiß wer es ist und nur noch jemanden sucht bei dem es sein darf.
Gib ihm Zeit. Gib ihm Struktur. Gib ihm einen Ort der ihm gehört.
Der Rest kommt von ganz alleine.
Die Eingewöhnung – was dich in den ersten Wochen erwartet
Die ersten 72 Stunden
Die ersten drei Tage sind für deinen Hund reiner Informationsoverload. Neue Gerüche, neue Geräusche, neue Menschen, neue Routinen. Sein Nervensystem arbeitet auf Hochtouren.
Was du in dieser Zeit tun kannst: Wenig, lass ihn ankommen. Zeig ihm seinen Schlafplatz, seine Näpfe und die Räume die er nutzen darf. Sprich ruhig mit ihm. Mach keine großen Ausflüge, keine Besuche und kein Vorstellen bei Freunden und Familie.
Beobachte ihn. Schon in den ersten Stunden erzählt er dir viel über sich. Wie er auf dich zugeht, ob er neugierig ist oder eher abwartet, wie er auf Geräusche reagiert, wo er sich zuerst hinlegt. Nimm dir die Zeit das wirklich wahrzunehmen.
Die ersten drei Wochen
Dein Hund beginnt die Struktur deines Alltags zu verstehen. Er lernt wann gefüttert wird, wann Spaziergänge stattfinden und wann Ruhe angesagt ist. Routine ist in dieser Phase dein wichtigstes Werkzeug.
Halte Fütterungszeiten und Gassigehzeiten so konstant wie möglich ein. Das gibt ihm Sicherheit ohne ein Wort zu sagen.
Beginne in dieser Phase auch mit einfachen Grundkommandos wenn du merkst dass er entspannter wird. Fange an mit Sitz, Platz und Komm. Kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten mit viel Lob und Leckerlis reichen aus. Es geht nicht ums schnelle Ergebnis, es geht um die Verbindung die dabei entsteht.
Die ersten drei Monate
Erst jetzt zeigt dein Hund wirklich wer er ist. Viele Halter berichten dass ihr Hund nach etwa acht bis zwölf Wochen auftaut und eine Persönlichkeit zeigt die in den ersten Wochen noch gar nicht sichtbar war. Manche werden aktiver, manche verspielter, manche anhänglicher. Das ist kein Problem. Das ist das Ergebnis von Vertrauen das gewachsen ist.
Nach drei Monaten endet die Eingewöhnung aber die Geschichte fängt gerade erst an. Was jetzt folgt sind Jahre gemeinsamer Spaziergänge, ruhiger Abende und kleiner Momente die du nie vergessen wirst.
Du hast dir keine Aufgabe ins Haus geholt, du hast dir einen Freund geholt.
Willkommen in eurem gemeinsamen Leben.
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